SCIENCE

pt_logo_science PolytonSCIENCE erforscht die Faktoren der Wahrnehmung Populärer Musik. Ziel ist es, auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse Business-Evaluationstools zu entwickeln, die letztlich zuverlässige Vorhersagen über die Popularitätswahrscheinlichkeit ermöglichen.

pt_logo_science Wissenschaftliche Mission

Relevanz. Aus Sicht der (Musik-)Psychologie ist das Erleben, Wahrnehmen und Bewerten von Musik ein Phänomen, dessen Regeln und Prinzipien beileibe nicht erschöpfend geklärt sind. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Egal ob naiver Laienrezipient, Profimusiker, Musikproduzent oder Musikwissenschaftler, vollständig kann bislang keiner erklären, wie Musik funktioniert. An dieser Stelle setzt PolytonScience an und möchte einige Antworten geben. Hierfür bedienen wir uns psychologisch-wissenschaftlicher Methoden, führen Fragebogenstudien, Experimente und Interviews durch. Das unbescheidene Ziel: Eine Theorie zur Wahrnehmung und Bewertung Populärer Musik.

Paradigmen. Hierfür nutzen wir einen ganzheitlich-systemischen Forschungsansatz: In Anlehnung an Hargreaves, Miell & MacDonald (2005) und ihrem Reciprocal Feedback Model of Musical Response kann das Phänomen „Musik“ als eine Funktion aus Stimulus-, Person- und Context-Aspekten sowie deren Interaktionen beschrieben werden.

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Zusätzlich kombinieren wir diesen Ansatz mit einem 2013 von Lehmann und Kopiez entwickelten Paradigma zur Erklärung der Popularität: der Theorie zur multiplen optimierten Passung.

2015 haben wir auf dieser Grundlagen eine Skala zur Messung der multiplen Passung konzipiert und konnten erste empirische Belege für deren Validität anführen. Die Musical-Fit-Scale (MFS) wird aktuell weiterentwickelt.

Perspektiven. Der Weg zur wissenschaftlichen Erkenntnis ist naturbedingt nicht absehbar. Daher möchten wir durch zahlreiche Forschungsstudien, die Theorie zur Wahrnehmung und Bewertung von Musik entwickeln, überprüfen, infrage stellen und modifizieren. Wenn wir wissen, von welchen Faktoren das Phänomen bestimmt wird, können wissenschaftlich fundierte Vorhersagen über die Wirkung von konkreter Musik getroffen werden. Für einen Markt, in dem 70 Prozent der insgesamt produzierten Musik mehr kostet, als die Verwertung einspielt, in nur etwa 20 Prozent der Fälle die Kosten gedeckt werden und lediglich 10 Prozent Gewinn generiert, kann auch der potentielle wirtschaftliche Nutzen kaum bestritten werden. Vor allem dann nicht, wenn man sich bewusst macht, dass ca. 90 Prozent des Gesamtetats einer Musikproduktion in die  – der Produktion nachgeschalteten – Vermarktung fließen. Eine frühzeitige, wissenschaftlich fundierte Evaluation des Potentials ist so für alle Kreativunternehmer relevant, die kommerziell mit Musik arbeiten.

pt_logo_science Leistungen

Hinweis: Dieser Bereich ist derzeit noch im Aufbau, daher bieten wir leider noch keine Leistungen an

  • Auftragsforschung im Bereich musikpsychologischer Untersuchungen populärer Musik [geplant]
  • Lizenzbasierte Nutzung von Business-Evaluationstools zur formativen und summativen Evaluation von Musikproduktionen [geplant]
  • Musikpsychologisches Consulting im Rahmen populärer Musikproduktionen [geplant]

pt_logo_science Forschungsprojekte und Credits

[15]

Schieweck, M. (in prep.) Skalenentwicklung und Validierung des deutschen Ten-Item- Music-Inventars (TIMI-G): Ein 5-Faktoren-Modell zur Bewertung musikalischer Stimuli. Unveröffentlichte Forschungsstudie. Universität der Bundeswehr München

Info:  Ziel des Forschungsvorhabens ist es, eine Messskala zur Bewertung musikalischer Stimuli zu entwickeln. Im Rahmen des Musical-Fit-Paradigmas konnte der Stimulus-Person-Fit als größter Prädiktor zur Vorhersage des Likings musikalischer Stimuli empirisch belegt werden. Darauf aufbauend wird Musikpräferenz als ein äußerlicher Teil personaler und sozialer Identität verstanden. Mit der Absicht, Person und Musik erstmalig auf den gleichen Dimensionen zu erfassen, um folglich auf korrelative Zusammenhänge prüfen zu können, wird das deutsche Ten-Item-Music-Inventar (TIMI-G) entwickelt. Bezogen wird sich auf das TIPI-G, das Ten-Item-Person-Inventar, eine an das BIG-Five-Konzept angelegte deutsche Kurzskala zur 5-faktoriellen Persönlichkeitsmessung. Die aktuelle Fassung des TIMI-G besteht aus einem 40-Item-Pool, der in einer faktoriell validierenden Vorstudie auf insgesamt 10 Items (2 Items pro Dimension) reduziert werden soll. Weitere Validierungsstudien sollten bei positiver Datenlage der Vorstudie folgen.


[14]

Schieweck, M., Friedrich, A., Graf, R. & Schneider, M. (in prep.) Musikalische Komplexität als Faktor des Mere-Exposure-Effektes bei der affektiven Bewertung Populärer Musik. (AT) Unveröffentlichte Forschungsstudie. Universität der Bundeswehr München

Info:  In dieser Studie wird der Mere-Exposure-Effekt (MEE) differenziert nach dem Komplexitätsgrad des musikalischen Stimulus im Rahmen einer experimentellen Online-Studie untersucht. Angenommen wird, dass der MEE in seinem spezifischen Verlauf von der Komplexität des Stimulus abhängt (Kognitive Erklärung des MEEs). In dem 2×3 Between-Subject-Design gibt es zwei Exposure-Bedingungen (UV1; n5 vs. n20) sowie drei Komplexitätsbedingungen (UV2; geringe vs. mittlere vs. hohe Komplexität). Als Stimulus kommt in allen Bedingungen der gleiche Song zum Einsatz, dessen Arrangement jedoch zwecks Manipulation der Komplexität gezielt verändert wird, um systematische Genreeffekte ausschließen zu können (Forschungsdesiderat). Angenommen wird ein MEE in der Bedingung hoher Präsentationen (E+) sowie systematische Unterschiede im Verlauf von MEE und Satiation-Effekt (SE): Bei geringer Komplexität (K-) wird Im Vergleich zur mittleren Komplexität (K0) ein steilerer MEE-Anstieg bei gleichzeitig früherem Einsetzen des SEs vermutet und bei hoher Komplexität (K+) ein im Vergleich flacherer MEE-Anstieg bei gleichzeitig späterem Einsetzten des SEs.


 

[13]

Schieweck, M., Bach, J., Geißelsöder, J. & Schmidt, F. (in prep.) Musikpräferenz als Spiegel der Persönlichkeit: Überprüfung der Similaritätshypothese des Stimulus-Person-Fits im Bewertungskontext populärer Songs. (AT) Unveröffentlichte Forschungsstudie. Universität der Bundeswehr München

Info: siehe [12]


 

[12]

Schieweck, M., Timofejevs, F., Moderegger, J. & Jaeger, T. (in prep.) Musikpräferenz als Spiegel der Persönlichkeit: Überprüfung der Similaritätshypothese des Stimulus-Person-Fits im Bewertungskontext musikalischer Genre. (AT) Unveröffentlichte Forschungsstudie. Universität der Bundeswehr München

Info:  Studie 12 und 13 untersuchen den Einfluss des Stimulus-Person-Fits auf das allgemeine Liking musikalischer Stimuli. Angenommen wird, dass der Stimulus-Person-Fit an einer Übereinstimmung von personenspezifischen und musikspezifischen Merkmalen sichtbar wird. Je höher die Übereinstimmung, umso stärker fällt das allgemeine Liking aus (Similaritätshypothese). Konkret vermutet wird: H1. Musik (Genre, Song) kann durch Persönlichkeitsmerkmale hinreichend differentiell beschrieben werden; H2. Die Attraktion von Musik (Genre, Song) kann durch sozial konstruierte Attribute beeinflusst werden; H3. Die Attraktion basiert auf dem Konzept der Similarity-Hypothese. Beide Studien sind als Online-Fragebogen mit experimentellem Teil konzipiert. Zur Erhebung von personenspezifischen und musikspezifischen Merkmalen kommt der TIPI-G bzw. der TIMI-G zum Einsatz. Im experimentellen Teil wird ausgehend von den individuellen TIPI-G-Werten die Übereinstimmung zwischen musikalischen und persönlichen Merkmalen manipuliert (EG1: misfit; EG2: fit). Es wird vermutet, dass in der Bedingung fit (EG2) eine höhere Liking-Bewertung als in der Bedingung misfit (EG1) zu finden ist


 

[11]

Schieweck, M., Stolze, D., Stelter, J. & Schiefer, D. (in prep.) Der Einfluss von Typikalität (Künstler-Image, Song) auf die Bewertung Populärer Musik. (AT) Unveröffentlichte Forschungsstudie. Universität der Bundeswehr München

Info: Der Einfluss von Typikalität auf die Bewertung von populärer Musik ist bislang nur unzureichend untersucht. Bisherige musikpsychologische Arbeiten weisen konzeptionelle Schwächen auf. In dieser Studie wird das Typikalitätskonzept auf musikalische Stimuli übertragen und verschiedene Operationalisierungsvarianten kritisch betrachtet. Typikalität wird im Kern als ein notwendigerweise relationales Konstrukt verstanden, woraus sich einzig eine manipulative Kontextualisierung gleicher Stimuli als valides Design ergibt. In einem 2×2-Between-Subject-Design (MusikTypikalitätHOCH vs. MusikTypikalitätGERING ; ImageTypikalitätHOCH vs. ImageTypikalitätGERING) werden Hypothesen bzgl. Haupt- und Interaktionseffekten aufgestellt. Typikalität soll das Liking erhöhen, jedoch nur bei gegebener Passung von Musik und Image.


 

[10]

Schieweck, M. & Nießl, B. (2015). Experiment zur emotionalen Einschätzung Populärer Musik unter Berücksichtigung von Konformitätseffekten. Unveröffentlichte Forschungsstudie. Universität der Bundeswehr München

Abstract: n.n.


 

[09]

Schieweck, M. & Müller, B. (2015). Experiment zur Musikgenrepräferenz in Abhängigkeit von Inter- und Intragruppenprozessen. Unveröffentlichte Forschungsstudie. Universität der Bundeswehr München

Abstract: n.n.


 

[08]

Schieweck, M., Harenberg, G., Hennig, J., Klesch L., Parko, T. & Schmidt, S. (2015). Experimentelle Studie zur Validität der Musical-Fit-Scale (MFS). Unveröffentlichte Forschungsstudie. Universität der Bundeswehr München

Abstract: n.n.


 

[07]

Schieweck, M., Wattaul, M., Luett, T., Huber, S. & Wagner, A. (2015) Theoriebasierte Entwicklung praxisrelevanter Dimensionen und Skalenanalyse der Musical-Fit-Scale-Practice (MFS-P). Unveröffentlichte Forschungsstudie. Universität der Bundeswehr München

Abstract: n.n.


 

[06]

Schieweck. M., Knabe, N., Kowol, S., Mundins, F., Wittge, J. & Zatloukal, M. (2015) Qualitative Erlebnisinterviews zur Exploration relevanter Bewertungsdimensionen Populärer Musik. Unveröffentlichte Forschungsstudie. Universität der Bundeswehr München

Abstract: n.n.


 

[05]

Schieweck, M., Prudente, O., Nießl, B., Choschzick, J. & Hahn, M. (2015). Die emotionale Bewertung Populärer Musik unter Berücksichtigung von Konformitätseffekten. Unveröffentlichte Forschungsstudie. Universität der Bundeswehr München

Abstract: n.n.


 

[04]

Schieweck, M., Modrow, T., Börger, M., Leithner, B. & Stäublin, C. (2015). Der Einfluss von Song-, Personen- und Kontextaspekten bei der Vorhersage des Likings Populärer Musik. Unveröffentlichte Forschungsstudie. Universität der Bundeswehr München

Abstract: n.n.


 

[03]

Schieweck, M. (2015) Theoretische Konzeption und Itementwicklung der Musical-Fit-Scale (MFS). Unveröffentlichtes Arbeitspapier. Universität der Bundeswehr München 

Abstract: n.n.


 

[02]

Schieweck, M. (2015) Begriffliche Reflexion des Forschungsparadigmas der multiplen optimierten Passung zur Erforschung populärer Musik von Lehmann & Kopiez. Unveröffentlichtes Arbeitspapier. Universität der Bundeswehr München

Abstract: n.n.


 

[01]

Schieweck, M., Riehmer, S., Müller, B., Sommer, B. & Bütergerds, J. (2015). Die Variabilität der Musikgenrepräferenz im Kontext von Inter- und Intragruppenprozessen. Unveröffentlichte Forschungsstudie. Universität der Bundeswehr München